Vorläufiger Scoutbericht:

Denis Zakaria (20) - Der neue Patrick Viera?

Als die "Fohlenfans" vom Wechsel Dahouds zum BVB erfuhren, war die Enttäuschung mit Sicherheit immens, doch kann der Abgang Dahouds eventuell sogar eine Chance sein, die vakante Position zu optimieren? Anlass zu dieser These stellt Denis Zakaria von den Young Boys Bern dar, der laut übereinstimmenden Schweizer Medien mit der Borussia Einigkeit erzielt haben soll. Der Mittelfeldspieler mit sudanesischen und kongolesischen Wurzeln gilt in seiner Heimat als Riesentalent und würde die Gladbacher eine Ablöse im zweistelligen Millionenbereich kosten. 
Diese These plus Ablöse kommen nicht von ungefähr und müssen natürlich begründet werden:  

Im Gegensatz zu Dahoud ist Zakaria etwas stärker gegen den Ball, 73% gewonnene Tacklings und eine Zweikampquote von 52% sprechen für sich. Dank seiner Körpergröße von 1,92m ist er in der Luft ebenfalls präsenter als Dahoud und am Ball standfester!

Zudem hat er mental auch einiges zu bieten, denn er konnte in der Europa League in fünf Spielen starke 16 Bälle abfangen, was zeigt, dass er ein Spiel lesen und durchschauen kann. Seine Übersicht ist ebenfalls erwähnenswert, da er auch über weite Entfernungen effektive Laufwege seiner Mitspieler erkennt und sie dann gekonnt mit langen Bällen in Szene setzt. In 1 gegen 1 Situationen findet er oftmals technisch anspruchvolle Lösungen, mit denen er sich auch schon gegen mehrere Gegner auf einmal durchsetzen konnte. Daher kommt der Vergleich der Medien mit Patrick Viera nicht zufällig, da er ähnliche Anlagen wie die seines Idols besitzt!

Die Familie ist das Fundament seiner Karriere betonte der gebürtige Genfer, daher wird es ihm mit vier weiteren Schweizern im Kader der Fohlen nicht an Heimatgefühl fehlen. Trainer Hecking bemängelte bei Dahoud öfters sein defensives Verhalten, von daher sollte er zumindest in diesem Punkt mit Zakaria ein Update bekommen. Wie er aber seine durchaus vorhandenen Eigenschaften am Ball in der Bundesliga auf den Rasen bekommt, bleibt abzuwarten, denn gerade im Passspiel (Passquote: 71,4 %) muss er noch konzentrierter werden, da er noch zu häufig riskante Bälle spielt. Schafft Zakaria es sich an das Niveau der Bundesliga zu gewöhnen, könnte er zu einem großen Glücksfall für die Rheinländer werden und Dahoud schnell vergessen machen. 

Autor: Sascha Baharian/ Stand: 18.05.2017