Stand: 06.06.2017/ Bild: wikimedia.org

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Scoutbericht:


Allgemeines: Im Sommer 2016 waren die Meinungen zum Transfer von Leroy Sane zu Manchester City sehr zwiegespalten. Einige waren der Meinung, die Ablösesumme wäre zu hoch, andere sagen, er sei noch zu jung und manche behaupten sogar, er sei überbewertet. Mehr als ein halbes Jahr nach seinem Wechsel ziehen wir ein kleines Fazit, aber erzählen euch vorher wie gewohnt etwas über ihn. 
Sane ist seit Januar 2017 21 Jahre alt und seit Ende 2015 Nationalspieler Deutschlands. Sein Marktwert beläuft sich auf 30 Mio. Euro, doch die Citizens überwiesen sogar knapp 50 Mio. Euro an den FC Schalke 04. Das lag unter anderem auch an der immensen Interessenliste, die zum Beispiel Real Madrid, den FC Bayern und Chelsea London beinhaltete. Ursprünglich stammt er aus der Jugend der Knappenschmiede, auch wenn er zwischendurch für Bayer Leverkusen spielte. Er spielt überwiegend im rechten Mittelfeld, kann aber auch im linken oder zentralen offensiven Mittelfeld agieren. 
In 18 Partien, dazu zählen neben der Premier League auch die Champions League und der FA Cup, kommt er bisher auf vier Tore und drei Torvorlagen, die geringe Spielanzahl lag zum Teil jedoch auch an Verletzungen.


Stärken: Trotz des riesigen Hypes um ihn, gerade im letzten Schalke-Jahr, ist er nie abgehoben. Er ist fokussiert auf den Fußball und will einfach nur spielen. Das Geld spiele dabei eine untergeordnete Rolle, so sein Vater. Ihn zu verteidigen, ist nicht gerade leicht, da er nicht nur enorm schnell und explosiv im Antritt ist, sondern dazu auch noch sehr beweglich. Er verfügt über eine gute Ballkontrolle und geht liebend gern in Eins gegen Eins Situationen. Dabei versucht er vom rechten Flügel in die Mitte zu ziehen und abzuschließen oder einfach mehr Gegenspieler auf sich zu ziehen, um dann einen freien Raum für seine Teamkollegen zu schaffen. Dabei fällt besonders seine selbstbewusste und kreative Spielweise auf, durch die er Räume erkennt und in diese vorstößt oder Mitspieler hinschickt. Auch sein Abschluss, der sehr hart sein kann, und seine Ausdauer sind durchaus solide.


Schwächen: Unter Pep Guardiola fällt vor allem auf, dass er in Sachen Taktik noch Defizite aufweist und Luft nach oben hat. Zudem könnte sein Kurzpassspiel noch besser werden, um sich noch besser im System von Guardiola zurecht zu finden. Auch verzettelt er sich oft beim Eins gegen Eins und erzeugt einen unnötigen Ballverlust, den er zwar manchmal durch seine Schnelligkeit und Aggressivität wiedergutmachen kann, doch das ist nur selten der Fall. Sein Defensivverhalten ist insgesamt sehr ausbaufähig, die Abstände zum Gegenspieler sind teilweise falsch und auch körperlich ist er vielen Gegenspielern absolut unterlegen. Zudem könnte er seine Flanken etwas trainieren, denn statt eine Flanke zu versuchen, spielt er den Ball lieber erneut hinten rum, sodass jedoch die gegnerische Mannschaft die Zeit hat, sich neu zu ordnen. 


Prognose: In den letzten Wochen scheint er endgültig in Manchester angekommen zu sein, was man an seinen Leistungen, wie zum Beispiel dem Treffer gegen Monaco in der Champions League, sehen kann und das ist natürlich für seine Entwicklung förderlich. Er kann auf jeden Fall ein Spieler werden, auf den man bauen und der den Unterschied machen kann, doch dafür muss er vor allem unter Pep viel trainieren und arbeiten. Er besitzt aber absolut das Potenzial zum Weltstar!

Autor: Sven Thomas/ Stand: 26.02.2017

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