Stand: 06.06.2017/ Bildquelle: borussia.de

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Allgemeines: Vor einigen Wochen machte der vermeintlich fixe Wechsel von Mahmoud Dahoud zum BVB die Runde. Die Borussia aus Dortmund habe sich mittels einer Ausstiegsklausel in Höhe von 10 Mio. € die Dienste des 21-Jährigen gesichert und er habe anderen Klubs wie zum Beispiel Liverpool, dem AC Mailand, Juventus Turin und Leipzig abgesagt. Er ist U21-Nationalspieler Deutschlands und besitzt zudem die Nationalität Syriens, da er dort auch geboren wurde. Mit 10 Monaten kam er mit seinen Eltern nach Deutschland und entwickelte eine Bindung zum Fußball und schaffte es von der Jugend von Fortuna Düsseldorf zur Jugendmannschaft Gladbachs und dann letztendlich sogar den Sprung in die Profimannschaft der Fohlen.

Das nächste Wunderkind

Dahoud ist ein zentraler Mittelfeldspieler, kann sogar die defensivere sowie die offensivere Variante spielen. In der Bundesliga kam er bei 15 Spielen auf ein Tor und zwei Vorlagen, was nicht sonderlich spektakulär ist. Das liegt aber viel mehr an der sehr wechselhaften Gladbacher Saison, denn die Borussia kam anfangs unter Schubert nur schwach in Fahrt und konnte dann unter Hecking wieder richtig loslegen. Viele Experten sehen in ihm ein Wunderkind, dass laut Matthäus sogar vielleicht mal Weltfußballer werden könne. Seine Spielweise gleicht der von Ilkay Gündogan in vielen Aspekten, weswegen er sich erhofft, irgendwann für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen zu können.


Stärken: Dahoud hat eine überragende Ausdauer, er ist ständig unterwegs und in der Regel immer einer der Spieler, die die meisten gelaufenen Kilometer vorweisen können. Seine Reaktionsschnelligkeit ist ebenso eine Stärke, was auch im Antizipieren auffällt, da er Bälle schnell abfängt und direkt wieder einen Pass in die Tiefe spielt. Dabei hilft ihm seine sehr gute Übersicht und sein sehr gutes Passspiel, sowohl kurze oder lange Pässe stellen bei ihm kein Problem dar.

Mit seiner feinen Technik und seinem guten Dribbling kann er auch den Ball bis zu dem Moment behaupten, in dem sich ein Spieler ordentlich freiläuft und er ihn mittels Schlüsselpass anspielen kann. In Drucksituationen bewahrt er meistens die Ruhe und findet eine passende Lösung, um die Situation zu lösen. Er ist sehr beweglich und hat einen guten Antritt und kann sich dadurch und aufgrund seines geschickten Einsetzens seines Körpers stark aus gefährlichen und engen Situationen befreien und sich Platz verschaffen. Auch aus der Distanz kann er mit seiner Schusstechnik und seinem recht harten Schuss sehr gefährlich werden. 


Schwächen: Laut seinem Ex-Trainer Schubert muss er noch lernen, besser zu verteidigen und mehr darauf achten, was hinter seinem Rücken für Gefahren lauern. Sein Passspiel ist zwar beeindruckend, doch manchmal lässt seine Konzentration nach, wodurch es zu unnötigen Fehlpässen kommt. In Luftduellen ist er nicht wirklich souverän und generell könnte ihm etwas mehr Robustheit nicht schaden. Er kann zwar den Unterschied machen, hat aber auch das Problem, im Spiel hin und wieder abzutauchen.


Prognose: Mo ist definitiv jetzt schon ein richtig guter Spieler, muss aber dennoch weiterhin hart an seinen Schwächen arbeiten. Daher kommt das Interesse von vielen großen Vereinen nicht von ungefähr und wir sind der Überzeugung, dass er die Borussia im Sommer wirklich verlassen wird, um sich auf noch höherem Niveau beweisen zu können. Besonders ein Wechsel zur anderen Borussia nach Dortmund würde stark passen, da er von der Spielweise einem Gündogan gleicht und diese Spielweise beim BVB aktuell benötigt wird. Mit seinem nächsten Schritt wird man dann sehen, wie seine Weiterentwicklung fortgeht und ob er wirklich irgendwann mal zu den ganz Großen gehört, so wie Matthäus es glaubt.

Autor: Sven Thomas/ Stand: 15.02.2017

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